Preisverleihung

Wegweiser für den Ökolandbau


Die Bundeslandwirtschaftsministerin ehrt auf der Grünen Woche die Siegerbetriebe des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau. Unter den Preisträgern sind die Entwickler eines hofeigenen Kompostierungs- und Düngekonzeptes. 

Die drei diesjährigen Preisträger zeichnete Julia Klöckner heute auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin aus. Das Obstparadies Martin Geng zusammen mit dem der Obstmanufaktur Johannes Geng in Staufen, den Naturland-Betrieb Hof Eselsmühle in Lohra und den Bioland-Hof Pfänder in Schwabmünchen.
 
Preis für Gesamtbetriebliches Konzept
Der Betrieb von Martin Geng erhält den Preis für seine vorbildliche Erhaltung und Verbreitung einer großen Sortenvielfalt beim Obstanbau mit gezielter Förderung alter Obstsorten und ausgefallener Obstarten.

Der Pfänder-Hof von Johannes und Florian Pfänder wird für sein hofeigenes Kompostierungs- und Düngekonzept mit in einem weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf ausgezeichnet.

Beim Naturlandbetrieb Hof Eselsmühle im hessischen Lohra gab das vorbildliche Konzept der artgerechten Tierhaltung von Welsh Ponys, Cobs und Angus Fleischrindern den Ausschlag für die Jury.


„Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Mut, Kreativität und insbesondere Innovationskraft gerade in Familienbetrieben steckt", lobte Julia Klöckner. Die prämierten Betriebe zeigten, dass sich eine effektive und wirtschaftliche, gleichzeitig aber auch ressourcenschonende Arbeitsweise nicht ausschließe. Sie seien Vorreiter und Beispielgeber für eine ganze Branche, auch mit Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung.
 
Denn die will bis 2030 erreichen, dass 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet wird. Die Entscheidung, ob das klappt, liege bei den Landwirten, so Klöckner. Mit ihrem Ministerium wolle sie sich aber für einen guten politischen Rahmen einsetzen und damit das Wachstum der Branche fördern. Dazu zähle Forschungs- und Wissenstransfer, ein kompetentes Beratungsangebot sowie einer Anpassung der Ausbildungsinhalte in der Landwirtschaft. Der Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau diene als wichtiger Katalysator.
 
Die ausgezeichneten Betriebe erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 7.500 €. Insgesamt hatten sich 26 Betriebe für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2019 beworben. Seit dem Jahr 2001 ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Preis Betriebe, die mit wegweisenden Konzepten besonders erfolgreich ökologisch wirtschaften.

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