Premiere Agrarrat

Klöckner skizziert Prioritäten


Die Bundesagrarministerin nimmt zum ersten Mal an einem EU-Agrarratstreffen teil. Sie will einen Kurs der Marktorientierung einschlagen.

Vor ihrem ersten EU-Agrarratstreffen am heutigen Montag in Brüssel hat die neue Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) agrarpolitische Prioritäten skizziert. Mit Blick auf die anstehende Reform der EU-Agrarpolitik nach 2020 teilte sie mit, „den Weg der Marktorientierung“ in der GAP fortsetzen zu wollen. Zudem kündigte sie an, sich für einen „fairen Wettbewerb entlang der gesamten Lebensmittelwirtschaftskette“ einsetzen zu wollen.

Eine Angleichung der Direktzahlung zwischen allen EU-Mitgliedstaaten sieht Klöckner nach eigenem Bekunden kritisch: „Ich bin skeptisch bei der vollen Konvergenz, der vollen Angleichung. Man muss auch auf die regionalen Bedingungen schauen“, so ihre Aussage zu dem Thema. Mitgliedstaaten wie Deutschland, Italien oder die Benelux-Staaten, die vergleichsweise hohe Flächenprämien auszahlen, lehnen eine EU-weite Angleichung der Direktzahlungen in der Reformdebatte ab.

Natürlich fehlte auch die Forderung nach „weniger Bürokratie und mehr Effizienz für Landwirte in der EU-Agrarpolitik“ in der Aufzählung der agrarpolitischen Prioritäten nicht.

Darüber hinaus teilte Klöckner mit, sich „mehr Rückenwind für Grüne Berufe“ zu erhoffen, damit auch die nächste Generation darauf Lust habe, Landwirt zu werden. „Das ist auch unsere Antwort auf Landflucht und den Strukturwandel.“

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