Quartalbericht

Nordzucker spürt scharfen Wettbewerb

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2017/18 hat Nordzucker sein Ergebnis weiter verbessert. Der Ausblick auf die verbleibenden drei Monate und das nächste Geschäftsjahr ist hingegen eingetrübt.

Der Braunschweiger Zuckerkonzern hat von März bis November 2017 einen Umsatz von rund 1,3 Mrd. € erwirtschaftet und liegt damit leicht unter dem Vorjahr. Der Periodenüberschuss stieg von 81,7 Mio. € im Vorjahr auf 143,5 Mio. € an. 

Die Gründe für diese Entwicklung sind auf der Umsatzseite geringere Absatzmengen bei Bioethanol und Nebenprodukten. Der Anstieg des Periodenüberschusses geht auf Einsparprogramme und ein langfristiges Vertragsportfolio mit Kunden und Lieferanten zurück, teilt Nordzucker mit. 

Seit Oktober 2017 ist die Quotenregelung für Zucker aufgehoben. Exporte sind ohne Einschränkung wieder möglich. Da nun alle Zuckeranbieter in der EU so viel Zucker wie sie wollen produzieren können, entsteht ein Produktionsüberschuss in der EU verbunden mit einem verschärften Wettbewerb. In Folge sinken die Zuckerpreise deutlich.

Der Vorstandsvorsitzende der Nordzucker AG, Hartwig Fuchs, betont: „Die Ausweitung der Flächen und die damit einhergehende Überproduktion von Zucker in der EU haben wir immer sehr kritisch gesehen. Sie stellen die gesamte Branche jetzt vor große Herausforderungen.“ Fuchs betont jedoch: „Wir sind ein finanzstarkes Unternehmen, können und werden unsere Chancen in einem sich konsolidierenden Markt nutzen.“  

Ausblick

2017/18 ist ein Jahr des Übergangs. Nordzucker rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 (März/Februar) mit einem Ergebnis über dem Vorjahr. Mit dem Wegfall der Zuckermarktordnung steigt der Einfluss der Weltmarktpreise auf die EU-Zuckerpreise jedoch weiter. Das Ergebnis des vierten Quartals im Vergleich zu den Vorquartalen wird erheblich zurückgehen.

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