Quartalsbericht

DowDuPont verliert Agrarumsatz


Einen kräftigen Rückgang verbucht DowDuPont im Agrargeschäft. Zur Begründung nennt der Konzern das späte Frühjahr und fehlenden Maisumsatz.

Das Agrargeschäft von DowDuPont hat nach der Fusion der vormals selbstständigen Konzerne Dow und DuPont kräftig Federn gelassen. Im 1. Quartal 2018 verbucht DowDuPont mit Verkäufen von Pflanzenschutz und Saatgut (Marke Pioneer) einen Umsatz von 3,8 Mrd. US-$. Im Vergleich zu den vergleichbaren pro-Forma-Umsätzen von Dow und DuPont im 1. Quartal 2017 fehlen 25 Prozent. Die Absatzmenge ist sogar um 28 Prozent gesunken, berichtet der fusionierte Konzern in seinem aktuellen Quartalsbericht. Zur Differenz von 3 Prozent tragen Preiserhöhungen um 1 Prozent und Währungsgewinne von 2 Prozent bei.

Hoffnung auf das 2. Quartal

Als Grund für das schwache Agrargeschäft im 1. Quartal 2018 nennen Unternehmenssprecher von DowDuPont das kühle Frühjahr in Nordamerika und Europa sowie in Brasilien, das zu verzögerten Umsätzen geführt hat. Außerdem spürt das Unternehmen den Rückgang der Maisanbaufläche in den USA und Brasilien. Jetzt besteht die Hoffnung, einen Teil des Rückstands im 2. Quartal aufholen zu können. Die Prognose lautet, im 1. Halbjahr 2018 den Umsatzrückgang auf einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag begrenzen zu können.

DowDuPont hatte im Zuge der Fusion bereits Agrargeschäft abgeben müssen. Die Kartellbehörden verlangten, dass sich DuPont von erheblichen Teilen des Pflanzenschutzgeschäftes trennt. Die FMC Corporation hat die Chance genutzt und den Umsatz entsprechend erhöht. Für DowDuPont sind die Umstrukturierungen noch nicht zu Ende. Der Konzern plant, sich 2019 in drei selbstständige, börsennotierte Unternehmen aufzuspalten. Die Agraraktivitäten unter dem Namen Corteva sollen bis Juni 2019 an den Start gehen.

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