Quartalsbilanz

Baywa steigert Gewinn mit Energie

„Das Geschäftsfeld regenerative Energien wird auch 2019 ein wesentlicher Träger unseres Konzernergebnisses sein", erklärte Klaus Josef Lutz.
Baywa
„Das Geschäftsfeld regenerative Energien wird auch 2019 ein wesentlicher Träger unseres Konzernergebnisses sein", erklärte Klaus Josef Lutz.

Die Baywa verdient in den ersten drei Quartalen deutlich mehr als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr sind die Aussichten damit positiv.

Die BayWa AG, München, konnte in ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2019  den Umsatz leicht auf 12,5 Mrd. € anheben (Q1-3/2018: 12,2 Mrd. €). Deutlich  legte das EBIT mit 77,3 Mio. € (28,3 Mio. €) zu. Wie der Vorstandsvorsitzende der Baywa AG, Klaus Josef Lutz vor der Presse darlegte, haben  die drei Kernsegmente Agrar, Energie und Bau ihre Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert.  Die klassische Energie sowie das Geschäft mit erneuerbaren Energien erreichten eine signifikante Ergebnisverbesserung.

Höhere Preise für Heizöl und Holzpellets

Die klassische Energie profitierte dabei von der internationalen Ölpreisentwicklung und der heimischen Nachfragesteigerung nach Holzpellets. Das Geschäftsfeld regenerative Energien baute seine internationalen Aktivitäten im Projektgeschäft mit Solar- und Windenergieanlagen sowie im Solarmodulhandel weiter aus und verkaufte im 3. Quartal einige größere Anlagen. Der überwiegende Teil der Verkäufe ist im 4. Quartal 2019 geplant: Über 650 Megawatt (MW) seien in der Verkaufspipeline, sodass das Jahresergebnis im Segment Energie 2019 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gesteigert werden kann. „Das Geschäftsfeld regenerative Energien wird auch 2019 ein wesentlicher Träger unseres Konzernergebnisses sein. Dies zeigt deutlich die hervorragende Entwicklung dieser seit zehn Jahren aufgebauten Geschäftsaktivitäten“, betonte Lutz.

Gute Nachfrage für Landtechnik

Positiv entwickelte sich auch das Segment Agrar, besonders die Geschäftsfelder Global Produce und Technik konnten ihre Ergebnisse steigern. Die Technik verzeichnete ungebrochen hohe Auftragseingänge sowie eine lebhafte Servicenachfrage. Bei beiden Bereichen geht die Baywa für das Schlussquartal von einer weiterhin positiven Entwicklung aus: Qualitativ gute Ernten in der nördlichen Hemisphäre und die traditionell steigende Nachfrage bei tropischen Früchten zu Weihnachten sollten das Geschäft genauso positiv beeinflussen wie die große Investitionsbereitschaft der Landwirte bei der Technik.

Geringere Margen im Getreidehandel

Der deutsche Agrarhandel lag nach neun Monaten ebenfalls deutlich über dem Vorjahresergebnis. Geringere Nachfrage nach Betriebsmitteln, vor allem bei Dünger aufgrund der Düngeverordnung, wirkten sich allerdings auf das Ergebnis aus, wie auch rückläufige Getreidepreise und geringere Margen im Getreidehandel. Der internationale Getreidehandel bei BAST (Baywa Agri Supply & Trade) konnte sein Spezialitätengeschäft weiter ausbauen, wenngleich die bisher verhaltene Nachfrage bei Standarderzeugnissen und die US-Handelspolitik die Handelsaktivitäten bei BAST einschränkten. Im 4. Quartal erwartet Lutz, dass sich das Spezialitätengeschäft weiterhin planmäßig entwickelt. Höhere Getreidebestände bieten zusätzliches Vermarktungspotenzial im inländischen Agrargeschäft. Zudem dürfte die witterungsbedingt verzögerte Herbstaussaat die Betriebsmittelnachfrage beleben.

Das Segment Bau wuchs und verbesserte sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die BayWa will weiterhin von der guten Baukonjunktur und dem Ausbau ihrer Projektaktivitäten profitieren. Lutz geht von einer weiterhin positiven Entwicklung für das restliche Geschäftsjahr aus, so dass das Konzernergebnis für das Jahr 2019 deutlich gesteigert werde.

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