Rapsbeizung

Polen konkretisiert Neonics-Ausnahmen


Das polnische Landwirtschaftsministerium hat die Notfallgenehmigungen für zwei Rapsbeizen auf Basis von Neonicotinoiden veröffentlicht. Sie sind mit einigen Auflagen verbunden.

Zwei Rapsbeizmittel haben in Polen zur Beizsaison 2019 eine Notfallgenehmigung für 120 Tage erhalten:

  • Modesto 480 FS von Bayer ist vom 20. Mai bis 17. September 2019 zugelassen. Das Produkt basiert auf den zwei Wirkstoffen Chlothianidin aus der Neonicotinoid-Gruppe und Beta-Cyfluthrin aus der Pyrethroid-Gruppe.
  • Cruiser OSR 322 FS von Syngenta ist vom 1. Juni bis 28. September 2019 befristet genehmigt. Das Präparat enthält die drei Wirkstoffe Thiamethoxam aus der Neonicotinoid-Gruppe, Fludioxonil  aus der Phenylpyrrol-Gruppe sowie und Metalaxyl-M aus der Phenylamid-Gruppe.

Das Ministerium weist darauf hin, dass die Beizmittel nur in dem genannten Zeitraum verwendet werden dürfen. Auch das damit gebeizte Saatgut muss innerhalb der Frist ausgesät werden. Darüber hinaus sind zertifizierte Beizstellen vorgeschrieben. Nach Angaben des Ministeriums sind in Polen neun Saatgutaufbereiter zugelassen. Landwirte wiederum müssen bei der Aussaat alle Maßnahmen ergreifen, damit es nicht zu einer Abdrift von Beizstäuben kommen kann.

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