Regierungsbildung

Klöckner weist Spekulationen zurück

Julia Klöckner
CDU RLP
Julia Klöckner

Bisher sind nur die Parteivorsitzenden als Kandidaten für einen Ministerposten gesetzt, betonen Vertreter der beteiligten Parteien.  Alle anderen Personalien seien Spekulation.Der als Innenminister vorgesehene CSU-Chef Horst Seehofer freut sich auf den neuen Aufgabenbereich "Heimat".

Alle Diskussionen über die personelle Besetzung von Ministerien in der künftigen GroKo seien noch reine Spekulation, betonten Vertreter der CDU, CSU und SPD am Dienstag Abend. Fest stehe lediglich, dass die CDU-Vorsitzende Angela Merkel für das Amt der Bundeskanzlerin antrete, der SPD-Vorsitzende Martin Schulz als Außenminister sowie der CSU-Chef Horst Seehofer für das um die Bereiche Heimat und Bau erweiterte Innenministerium vorgesehen sei.

Am Rande der gestrigen Fraktionssitzungen unterstrichen dies der CSU-Genralsekretär Andreas Scheuer, die Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales, Kerstin Tack sowie auch Horst Seehofer. Zunächst stünden die inhaltliche Bewertung des ausgehandelten Koalitionsvertrages durch die Gremien der Parteien im Vordergrund.  Auch die als mögliche Kandidatin für den Ministerposten im Landwirtschaftsministerium genannte rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner wies in einem Rundfunk-Interview am Donnerstag voreilige Schlüsse zurück.

Auch ein wenig Spott

Auf den vereinbarten neuen Aufgabenbereich "Heimat" im Innenminsterium freue er sich, erklärte Seehofer. Darunter verstehe er die ernsthafte Beschäftigung mit wichtigen Fragen innerhalb der ländlichen Räume. Für sein Vorgehen, in Bayern die "Heimat" in einem eigenen Ministerium zu verankern, habe er auch "ein wenig spöttische Reaktionen erhalten", sagte Seehofer.

Doch habe sich gezeigt, dass der ländliche Raum besondere Aufmerksamkeit erhalten müsste. Dazu zähle er beisepielsweise die Pflege der Kultur oder auch die Beachtung der großen Leistungen der engagierten Personen in den Ehrenämtern in Vereinen und anderen Organisationen im ländlichen Raum. Diese würden eine enorme Bedeutung für den soziale Zusammenhalt besitzen. Dem wolle er nun auch auf Bundesebene gerecht werden, so Seehofer.



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