Rinderherpes in Schleswig-Holstein

Ministerium gibt Entwarnung


Rinderherpes kann sich durch den Austausch von Rindern zwischen Betrieben oder über den Menschen als Überträger ausbreiten.
Bild: Pixabay / 5513214
Rinderherpes kann sich durch den Austausch von Rindern zwischen Betrieben oder über den Menschen als Überträger ausbreiten.

Das Landwirtschaftsministerium im nördlichsten Bundesland hat nahezu alle Betriebe im Kreis Dithmarschen auf das Virus BHV1 untersucht. Der Ausbruch sei damit kontrolliert.

Nach dem Ausbruch von Rinderherpes in mehreren Betrieben in Schleswig-Holstein gab das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung vorsichtige Entwarnung. Die Untersuchungen der Betriebe im Landkreis seien größtenteils abgeschlossen. Aktuell werden noch vom Ausbruchsort weit entfernte Betriebe untersucht, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums. Demnach sei es äußerst unwahrscheinlich, dort das Virus nachweisen zu können. Wie es zur Infektion der vier Betriebe kam, sei mittlerweile geklärt: Es handle sich um Betriebe, die über Tierhandel oder menschlichen Kontakt in Verbindung gestanden hätten.

Das BHV1-Virus, das Rinderherpes überträgt, war im März und April in zwei Rinderbeständen im Kreis Dithmarschen nachgewiesen worden. Bei den nachfolgenden Untersuchungen mussten zwei weitere Betriebe gesperrt werden, weil Antikörper nachgewiesen werden konnten. 

Das Bovine Herpesvirus Typ 1 (BHV1) ist eine Krankheit, das ausschließlich Rinder befällt. Es kann nicht nur durch den direkten Kontakt der Rinder, sondern auch über Menschen oder Fahrzeuge übertragen werden. BHV1 ist anzeigepflichtig und wird seit 1997 in Deutschland bekämpft. Seit 2017 gilt ganz Deutschland EU-rechtlich als BHV1-befreit. Kleinere Ausbrüche wie der in Dithmarschen gefährden den Status nicht, solange sie eingedämmt werden können.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats