Rinderherpes

Zwölf Angus-Rinder in Hessen positiv


Bild: A. Wedel / Pixelio.de

Angus-Rinder in Hessen wurden positiv auf Rinderherpes getestet. Die Behörden betonen noch einmal die Bedeutung von Biosicherheitsmaßnahmen an. Die Causa betrifft jedoch nicht nur Hessen.

Die Angus-Rinder auf Hessischen Betrieben in Waldeck-Frankenberg und Hersfeld-Rotenburg wurden routinemäßig getestet und wiesen noch keine Krankheitsanzeichen auf. Dennoch werden alle Tiere zeitnah geschlachtet. Rinderherpes, wissenschaftlich „Bovines Herpesvirus 1“ (BHV1) gilt als hochansteckend und galt kurzzeitig in Deutschland als ausgerottet. Der restliche Bestand der beiden Höfe wird jetzt wöchentlich durchgetestet, um eine Verschleppung der Seuche zu vermeiden.

Das BHV1 fiel bei Routineuntersuchungen auf. Die wurde fällig, weil fünf Tiere aus Schottland importiert wurden. Schottland gilt als nicht BHV1-freies Land. Bei der Probe der fünf Tiere wurden zwei Tiere positiv getestet. Daraufhin wurde der weitere Bestand getestet. Es stellte sich heraus, dass sich bereits insgesamt zwölf Tiere infiziert hatten. Alle Rinder sind nun isoliert und werden geschlachtet.

Tiere aus Schottland waren auch auf Bundesschau

Kritisch ist allerdings, dass besagte Tiere vorher auf der Angus-Bundesschau in Thüringen standen. Alle möglicherweise betroffenen Betriebe werden bundesweit informiert und getestet. Tierhalter können sich an den Fachdienst Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen wenden. Im Falle von positiv getesteten Tieren springt die Tierseuchenkasse ein.

Das hessische Agrarministerium betont noch einmal ausdrücklich, wie wichtig korrekt eingehaltene Biosicherheitsmaßnahmen sind. Dazu gehört Schutzkleidung, regelmäßige Desinfektion und Reinigung von Geräten. Alle Beteiligten sollten größte Vorsicht walten lassen und die vorgeschriebenen Kontrolluntersuchungen durchführen lassen. BHV1 ist für Menschen jedoch nicht gefährlich. Tiere können allerdings Überträger sein.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats