Rindertransporte

Otte-Kinast ist erschüttert und reagiert


Unhaltbare Zustände beim Transport von Zuchttieren auf dem Weg nach Mittelasien hatten in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen gesorgt. Niedersachsen zieht nun Konsequenzen.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) untersagt Rindertransporte nach Kasachstan, Usbekistan und in den Südosten Russlands. Ein entsprechender Erlass, damit Transporte nicht genehmigt werden, wurde am Freitag an die zuständigen Behörden versandt, teilte das Ministerium mit.

Otte-Kinast begründet ihre Entscheidung mit neuen Erkenntnissen über Verstöße gegen das Tierwohl. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die im Rahmen von Tiertransportgenehmigungsverfahren angegebenen Versorgungsstationen auf der Route Kasachstan, Usbekistan, Südost-Russland nicht oder nur in unzureichendem Zustand existieren. Konkret genannt werden vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium Stationen in der Region Smolensk und Kaluga, in Moskau und in der Region Samara. „Die Erkenntnisse, die wir über diese Routen haben, sind erschütternd. Keine der dortigen Versorgungsstationen erfüllt die Vorgaben. Der Tierschutz muss bei jedem Transport, egal wie lange er ist, gewährleistet sein", legte die Ministerin fest.

Das Ministerium befürchtet, dass Händler versuchen könnten, die Tiere nun auf anderen Wegen in die Region zu bringen. Die Behörden sollen deshalb „in besonderem Maße" die Plausibilität prüfen, falls andere Transportrouten in Richtung Kasachstan, Usbekistan und Südost-Russland beantragt werden.

 

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