Rindfleisch

Beilegung des WTO-Rindfleischstreits mit den USA möglich


Die USA haben in dem Streit vor der Welthandelsorganisation (WTO) einen Kompromiss erreicht.
Bild: Pixabay / Global-Tyrol
Die USA haben in dem Streit vor der Welthandelsorganisation (WTO) einen Kompromiss erreicht.

Seit über 30 Jahren streiten die USA und die EU um die Einfuhr von Rindfleisch vor der Welthandelsorganisation (WTO). Jetzt könnte der Konflikt ein Ende finden.

Der Handelsstreit zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten um Rindfleisch, das unter dem Einsatz von Masthormonen produziert wurde, könnte nach über 30 Jahren unter Umständen bald ein Ende finden. Wie beteiligte Kreise nach der Sitzung des Ausschusses für Handelsfragen berichteten, konnte die EU-Kommission mit den USA einen entsprechenden Kompromiss finden, berichtet Agra Europe. Demzufolge soll Washington schrittweise der alleinige Zugang für die zollfreie Einfuhr von hormonunbelastetem Rindfleisch eingeräumt werden.

Den Quellen zufolge soll die Quote von Beginn an 18.000 t im Jahr betragen und dann schrittweise über sieben Jahre hinweg auf 35.000 t hormonunbelastetes Rindfleisch erhöht werden. Die Mitgliedstaaten müssen diesen Vorschlag allerdings noch billigen. Eine Entscheidung könnte bereits am heutigen Mittwoch fallen. Bisher wurde den USA im Rindfleischstreit eine Freihandelsquote von 45.000 t pro Jahr eingeräumt. Aus WTO-rechtlichen Gründen ist diese Quote bisher allerdings nicht auf Waren aus den Vereinigten Staaten beschränkt, so dass nach und nach auch südamerikanische Exporteure, allen voran Argentinien und Uruguay, sowie Australien diesen Marktzugang genutzt haben.

Nach den genannten sieben Jahren, einer vorherigen Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten vorausgesetzt, können diese Staaten dann allerdings nur noch mit einem zollfreien Zugang von 10.000 t im Jahr rechnen. Aufgrund dessen gibt es in Brüssel auch die Befürchtung, dass vor allem die oben genannten Drittstaaten Klage vor der WTO gegen die Einigung einreichen könnten.

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