Rindfleischimporte

USA sollen mehr liefern dürfen

Die EU-Kommission will den USA Zugeständnisse bei der Einfuhr von Rindfleisch machen. In einem bestehenden Einfuhrkontingent soll den US-Amerikanern ein Teil reserviert werden.

Rund 45.000 t hochwertiges Rindfleisch, bei deren Herstellung keine Masthormone eingesetzt wurden, dürfen jährlich zollfrei in die EU eingeführt werden. Das Kontingent wurde 2013 eingerichtet, um sich mit den USA im „Hormonstreit“ einigen zu können. Später wurden wegen der WTO-Regeln neben den USA weitere Fleischlieferanten in der Welt hinzugenommen.

Inzwischen nutzen Argentinien, Australien und Brasilien den größeren Teil des Einfuhrkontingents. Die weniger wettbewerbsfähigen US-Amerikaner haben das Nachsehen. An dieser für die USA unbefriedigenden Lage soll sich nach dem Gespräch von EU-Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump Ende Juli etwas ändern. Die EU-Kommission ersucht deshalb die EU-Mitgliedstaaten um ein Verhandlungsmandat, nach dem die 45.000 t des Kontingents auf die Lieferländer aufgeteilt werden sollen. Die USA müssten dann nicht mit den anderen Lieferanten konkurrieren.

Argentinien, Australien und Brasilien müssen einverstanden sein, wenn die neuen Regeln mit der WTO vereinbar sein sollen. Ein Kommissionssprecher stellte klar, dass sich die Einfuhrmenge der EU für Rindfleisch dadurch nicht erhöhen werde und auch weiterhin der Import von Fleisch ausgeschlossen bleibe, wenn die Rinder zuvor mit Masthormonen behandelt wurden.

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