Rübenkampagne

Südzucker erwartet heterogene Erträge


Der Standort in Brottewitz wird nach dieser Kampagne geschlossen.
Bild: Südzucker
Der Standort in Brottewitz wird nach dieser Kampagne geschlossen.

In den ersten Werken startet in dieser Woche die Verarbeitung der Zuckerrüben. Die Erträge werden besser ausfallen als im Vorjahr. Eine große Bandberiete zeichnet sich bei den Zuckergehalten ab.

Morgen starten die Südzucker-Fabriken Offstein (Pfalz) und Wabern (Nordhessen) in die Kampagne 2019. Die Verarbeitung von Biorüben ist im Werk Warburg in vollem Gang. Das Werk wird wie Brottewitz nach der Kampagne dicht gemacht. Zur Ernteerwartung kann derzeit, trotz eines sehr differenzierten Bildes, noch von durchschnittlichen bis leicht unterdurchschnittlichen Erträgen im Vergleich zum fünfjährigen Mittel ausgegangen werden, teilt der Wetterauer Zuckerrübenanbauer e.V. mit. Dabei schätzt der Verband einen leicht höheren Ertrag zum extremen Trockenjahr 2018. Durchschnittlich seien die Zuckergehalte.



Während Standorte mit wenig Niederschlag und kleinen Rübenköpern überdurchschnittliche Zuckergehalte erzielen werden, zeige sich auf Flächen mit mehr Niederschlag in den vergangenen Monaten und gut entwickelten Rübenkörpern durchschnittliche Zuckergehalte. Die Zuckerrübenabfuhr wird nach den derzeitigen Planungen wegen der durchschnittlichen
erwarteten Erntemengen auch in diesem Jahr bis zu den ersten Januartagen laufen.

Den Anbau von Zuckerrüben in Süddeutschland auch zukünftig zu sichern, ist das Ziel der Südzucker AG, sagte Finanzvorstand Thomas Kölbl auf der Mitgliederversammlung des Wetterauer Verbandes Ende der vergangenen Woche. Kölb wies auf die  schwierige Lage am Zuckermarkt hin. Die Zuckerpreise liegen bei rund 320 €/t und seien bei weitem nicht kostendeckend. Deshalb werden sich im Halbjahresbericht des Mannheimer Zuckerkonzerns  im Segment Zucker durch niedrige Weltmarktpreise Verluste abzeichnen.

Doch das Unternehmen sei durch die Vielfältigkeit an Segmenten wie Spezialitäten, Cropenergies und Frucht gut aufgestellt. Erstmals übertreffen die Ergebnisse von Spezialitäten wie Stärke, Pizzaherstellung und Ethanol die Zuckersparte. Köbl hält es für unmöglich, die zukünftige Marktentwicklung abzuschätzen. Allerdings stellt er für die Kontraktabschlüsse im Früjahr 2020 etwas besser Preise für die Zuckerrüben in Aussicht.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats