NRW Landwirtschaftsministerium

Schulze Föcking tritt zurück


Die NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking ist zurückgetreten.
Foto: Ministerium
Die NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking ist zurückgetreten.

Die Nerven liegen blank. Die Summe der vermeintlichen Fehler war zu groß. Die nordrhein-westfälische Agrarministerin Christina Schulze Föcking tritt von ihrem Amt zurück.

Am heutigen Dienstag wollten die Oppositionsparteien SPD und Grüne im Landtag in Düsseldorf eigentlich darüber beraten, ob sie einen Untersuchungsausschuss im Fall Schulze Föcking beantragen. Dem kam die Ministerin nun zuvor. Sie erklärte ihren Rücktritt in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz heute in Düsseldorf. In den vergangenen Monaten und Wochen habe sie Drohungen erfahren, "die ich nie für möglich gehalten hätte und die das Maß des menschlich Zumutbaren weit überschritten haben", erklärte Schulze Föcking.
Ihr Landtagsmandat will sie behalten. – Quelle: https://www.ksta.de/30405044 ©2018
Ihr Landtagsmandat will sie behalten. – Quelle: https://www.ksta.de/30405044 ©2018

Der Druck war zu groß geworden. Vor einer Woche war bekannt geworden, dass sich ein vermeintlicher Hackerangriff auf das private Fernsehgerät der Familie Schulze Föcking als eigener Bedienungsfehler herausstellte. Die Ministerin hatte das dem Landtag zunächst nicht mitgeteilt. Zuvor hatte es im Landtag Vorwürfe zur Tierhaltung im heimischen Schweinemastbetrieb gehagelt. Auch die Auflösung der Stabsstelle Umweltkriminalität, die die Ministerin kurz nach ihrem Amtsantritt im Juli veranlasste, brachte ihr mehr Ärger als Verständnis ein. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet (CDU) zollte der zurückgetretenen Ministerin großen Respekt und lobt ihre Arbeit für den ländlichen Raum.

Rücktritt Schulze Föcking: Erste Stellungnahmen zum Abgang der NRW-Landwirtschaftministerin



Ihr Landtagsmandat will sie behalten. – Quelle: https://www.ksta.de/30405044 ©2018

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Will
    Erstellt 15. Mai 2018 17:25 | Permanent-Link

    Sehr gut! Die schlechten Landwirte brauchen wir auch nicht als Aushängeschilder in der Politik. Ein guter Tag für gute Landwirte

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