Russland

Moskau will Schiedsrichter im Schweinefleisch-Streit

Die EU fordert  einen finanziellen Ausgleich für die Importbeschränkungen. Russland will aber nicht zahlen.

Russland hält die Forderungen der Europäischen Union im Streit um den Handel mit Lebendschweinen und Schweinefleisch für ungerecht. Dies haben Vertreter Moskaus bei einer Sitzung des WTO-Schlichtungsgremiums Dispute Settlement Body (DSB) deutlich gemacht, meldet der österreichische aiz-Infodienst. Nun dürfte das Problem im Rahmen eines Schiedsverfahrens erörtert werden.

Die EU beansprucht einen Ausgleich für die Verluste von schätzungsweise rund 1,4 Mrd. €, die durch das von Russland 2014 verhängte Einfuhrverbot für Schweine und Schweinefleischprodukte entstanden sind. Die russische Seite habe bereits Anfang Dezember 2017 ihre veterinär bedingten Importeinschränkungen in Einklang mit den diesbezüglichen DSB-Auflagen gebracht, daher seien die Forderungen Brüssels unbegründet, argumentierte das russische Ministerium.

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