Saatgutbehandlung

Zweite E-Beizanlage in Güstrow

In Güstrow steht jetzt eine zweite Anlage für die Elektronenbeizung. Landwirte informierten sich bei der Einweihung über das Verfahren.
Foto: Ceravis
In Güstrow steht jetzt eine zweite Anlage für die Elektronenbeizung. Landwirte informierten sich bei der Einweihung über das Verfahren.

Ab der Herbstaussaat steht mehr elektronenbehandeltes Saatgut zur Verfügung. Die Nordkorn Saaten in Güstrow hat die Kapazitäten erweitert.

Die zweite Anlage zur Behandlung von Saatgut mit niederenergetischen Elektronen ist Anfang Juli in Güstrow eingeweiht worden. „Erstmals kann damit der gesamte Bedarf nach elektronenbehandeltem Saatgut gedeckt werden“, sagt Andreas Prelwitz, verantwortlich für die Produktentwicklung Saatgut bei der Ceravis AG, zu der die Nordkorn Saaten GmbH gehört. Prelwitz ist von dem physikalischen Beizverfahren überzeugt. Nach seinen Angaben waren in Mecklenburg-Vorpommern zur Ernte 2018 bereits 20 Prozent des verwendeten Getreidesaatguts elektronenbehandelt. Ceravis bietet das Verfahren unter der Bezeichnung E-Vita an.

Die E-Vita-Technologie wird bisher in der Saatgutbehandlung von Getreide und Körnerleguminosen eingesetzt. Erste praktische Erfahrungen gibt es außerdem bei Mais und Raps. Gegenwärtig läuft ein Forschungsprojekt, um die Einsatzmöglichkeiten auch bei Futtersaaten zu untersuchen. Um die Sicherheit der Elektronenbehandlung noch weiter zu erhöhen, wird darüber hinaus an einem zusätzlichen biologischen Schutz durch Bakterien, die natürlich im Boden vorkommen, gearbeitet.

Das Verfahren weist eine biologische Wirksamkeit gegen samenbürtige Erreger auf. Als Vorteile der Elektronenbehandlung nennt Prelwitz, dass keine Beizstäube entstehen und keine Rückstände im Boden bleiben. Es kommt auch nicht zu einer Resistenzbildung bei den Pathogenen. Das Verfahren ist ebenfalls im ökologischen Landbau zugelassen.

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