Den Agrargipfel im Kanzleramt nutzen auch Tierschutzgruppen für ihre Interessen.
Foto: Vier Pfoten
Den Agrargipfel im Kanzleramt nutzen auch Tierschutzgruppen für ihre Interessen.

Im Zuge des von Bundeskanzlerin Merkel einberufenen Agrargipfels protestierte die Tierschutzorganisation Vier Pfoten heute gemeinsam mit weiteren Tierschutzverbänden vor dem Bundeskanzleramt gegen die Kastenstandhaltung von Sauen und die geplante Neuregelung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

Es sei schlicht Tierquälerei, Sauen in körperenge Metallgestelle zu sperren, heißt es in einer Mitteilung der Organisation Vier Pfoten. Die Tiere hätten keine Möglichkeit sich zu bewegen, zu ruhen oder sich um ihre Ferkel zu kümmern. Pläne von Agrarministerin Julia Klöckner, die zu engen Kastenstände "durch einen perfiden Trick zu legalisieren", müssten gestoppt werden. Hier werde gegen das Tierschutzgesetz und die Verfassung verstoßen. 

Hintergrund der Aktion ist ein Verordnungsentwurf zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung für die Sauenhaltung. Dieser sollte heute im Bundesrats-Agrarausschuss beraten werden. Jedoch sei damit zu rechnen, das die Beratung erneut verschoben werde und verbunden damit eine Abstimmung im Bundesrat, die für den 20. Dezember 2019 angesetzt war.

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