Schadensmeldungen

In Polen sollen Dürrehilfen ab September fließen


In Polen haben sich die Schätzungen zu den Dürreschäden erhöht. Anfang September soll Geld fließen. Jetzt trifft die Trockenheit hauptsächlich Kartoffelbauern.

Zu den Dürreschäden in der polnischen Landwirtschaft hat das Agrarministerium in Warschau in dieser Woche neue Zahlen veröffentlicht. Nach den bisher vorliegenden Meldungen aus den Regionen errechnet das Ministerium Schäden von zusammen fast 2,2 Mrd. Zloty – umgerechnet etwa 500 Mio. €. Die Zahl kann sich noch erhöhen, weil die Verlustbewertung im Großteil der Gemeinden noch nicht abgeschlossen ist. Bisher sind in rund 147.000 Betrieben Schäden auf insgesamt rund 2,6 Mio. ha festgestellt worden. Auf 277.000 ha sollen die Ausfälle größer als 70 Prozent sein.

Die höchsten Schäden sind bisher in der Wojewodschaft Großpolen (626.000 ha), Ermland-Masuren (488.000 ha) sowie Westpommern (423.000 ha) gemeldet worden.

Der polnische Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski sagte am Donnerstag im Fernsehsender TVP Info, dass er auf die weiteren Verlustschätzungen wartet, um mit den Hilfszahlungen an Landwirte zu beginnen. Er nannte als möglichen Start Anfang September. Die Regierung in Warschau will 800 Mio. Zloty (umgerechnet 185 Mio. €) für diesen Zweck bereitstellen.

Trockene Böden an der Grenze zu Deutschland

Am Donnerstag hat auch das Nationale Institut für Bodenkunde und Pflanzenbau (IUNG) Schätzungen zu möglichen Trockenschäden in Kartoffeln und Mais veröffentlicht. Sie treten in Polen vorwiegend im Nordwesten des Landes im grenznahen Gebiet zu Deutschland auf. Dort sind die Böden wie auch in Brandenburg und Teilen Mecklenburg-Vorpommers tief ausgetrocknet. In ganz Polen sind nach Angaben des IUNG Landwirte in 41 Gemeinden mit Kartoffelanbau, 8 Gemeinden mit Silomaisanbau und 4 Gemeinden mit Körnermaisanbau durch die Trockenheit gefährdet.

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