Schafhaltung

Erste Forderung an Klöckner

Foto: J_Struck

Die Schafhalter in Deutschland sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) in Berlin demonstrieren sie für eine Weidetierprämie.

Nur noch knapp 900 hauptamtliche Schäfer gibt es in Deutschland. Ihre Zahl geht kontinuierlich weiter zurück, heißt es vom Bundesverband der Berufsschäfer. Gemeinsam mit Organisationen des Natur-, Tier- und Umweltschutzes demonstrierte der Verband für seine Interessen am Dienstag in Berlin. Hauptforderung des Verbandes ist die Einführung einer Weidetierprämie für extensiv gehaltene Schafe und Ziegen in Höhe von mindestens 38 € pro Tier und Jahr. Die Schäfer verweisen darauf, dass alle anderen EU-Länder dieses Instrument zum Erhalt ihrer Bestände nutzen. "Nur Deutschland lässt seine Schäfer allein", hieß es vor dem BMEL. 

Dabei genüge eine einfache Mitteilung an die EU bis zum 1. August 2018, um ab 2019 die Zukunft der Schäferei auch in Deutschland zu sichern, richtet der Verband seine Forderung an die neue Agrarministerin Julia Klöckner.
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