Schleswig-Holstein

Bauernverband bedauert Habecks Weggang

Die Landwirte im Norden hoffen, dass auch nach dem Weggang von Robert Habeck das gute Gesprächsklima mit dem Kieler Agrarministerium erhalten bleibt. Für die Bundespolitik könnte der Wechsel ein Gewinn sein.

 

Robert Habeck bleibt noch etwas Zeit, bis er die Führung im Agrar- und Umweltministerium Schleswig-Holstein abgibt. Binnen acht Monaten muss die Nachfolge geregelt sein. Spätestens dann kann sich Habeck voll auf seine neue Aufgabe als Bundesvorsitzender der Grünen konzentrieren.

Seit Mitte 2012 prägt der Grünen-Politiker die Agrarpolitik in Schleswig-Holstein – zunächst in einer rot-grünen und seit Sommer 2017 in einer Jamaika-Koalition. Er hat sich in dieser Zeit Ansehen in der Landwirtschaft erworben. Habeck sei sachorientiert und fähig, tragbare Kompromisse einzugehen, lobt ihn Stephan Gersteuer, Generalsekretär des Bauernverbandes Schleswig-Holstein. Im Gespräch mit agrarzeitung.de unterstreicht Gersteuer besonders, dass Habeck immer auch die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten in der Landwirtschaft respektiert habe. Natürlich seien sich Bauernverband und Ministerium nicht immer in allen Punkten einig gewesen, aber in der Sache sei es voran gegangen. Vom Nachfolger oder der Nachfolgerin im Kieler Ministerium wünscht sich Gersteuer, dass ein ebenso gutes Gesprächsklima wie mit Habeck möglich sei.

Für die deutsche Landwirtschaft könne der Wechsel Habecks an die Parteispitze von großem Vorteil sein, glaubt Gersteuer. Er erhofft sich, dass der neue Parteivorsitzende künftig stärker die agrarpolitische Ausrichtung der Grünen in Richtung Sachlichkeit und Pragmatismus lenken könnte.

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