Schweinehalter

Das neue Jahr beginnt mit Bürokratie


Im Januar müssen Schweinhalter ihren Meldepflichten nachkommen. Um Nachteile zu vermeiden, sollten die Fristen eingehalten werden.

Für das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier), die Tierseuchenkasse und die Antibiotikadatenbank haben Schweinehalter im Januar ihre Meldungen abzugeben. Bis zu 15. Januar müssen die Meldungen an die HI-Tier übermittelt werden. Dies gelte laut Viehverkehrsverordnung für jeden Tierhalter, also auch Hobbyschweinehalter, betont die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).

Außerdem sind die Tierhalter verpflichtet, ihren Tierbestand an die Tierseuchenkasse zu melden. Der Stichtag rund um den 1. Januar und die Fristen unterscheiden sich je nach Bundesland. Bei Bestandsveränderungen im laufenden Jahr müssen Zugänge innerhalb der vorgeschriebenen Frist nachgemeldet werden. Alternativ kann bei der Stichtagsmeldung ein Jahreshöchstbestand angegeben werden.

Seit einigen Jahren müssen zudem Informationen zum Antibiotikaverbrauch im Betrieb weitergegeben werden. Die Informationen dienen als Grundlage für das bundesweite Antibiotikamonitoring. Wer sich Arbeit ersparen möchte, dem empfiehlt die ISN, den Bestandstierarzt zu beauftragen, die Antibiotikaabgaben und -anwendungen in die QS-Datenbank zu melden und QS als sogenannten Dritten zu beauftragen, diese Daten an die staatliche Datenbank zu übertragen. Wenn die Therapiehäufigkeit im 1. Halbjahr 2017 über der Kennzahl 2 lag, müssen die Schweinehalter gemeinsam mit dem Tierarzt einen Maßnahmenplan aufstellen, der bis zum 31. Januar 2018 bei der zuständigen Behörde vorgelegt werden muss.

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