Schweinehaltung

Ferkelerzeuger unter starkem Druck

Schweinehalter in Deutschland sind besorgt um die Zukunft der Ferkelerzeugung
Foto: aitoff/Pixabay
Schweinehalter in Deutschland sind besorgt um die Zukunft der Ferkelerzeugung

Für Schweinehalter in Deutschland steht viel auf dem Spiel. Bundesagrarministerin Julia Klöckner lädt zum Meinungsaustausch. Am kommenden Montag werden im Bundesrat entscheidende Weichen gestellt.

Drei große "K-Punkte" beschäftigen die Schweinehalter in Deutschland. Sie stehen für: Kastration, Kastenstand und Kupierverbot. Alle tragen zu großer Verunsicherung besonders unter den Sauenhaltern bei.   Bereits im Juni 2018 warnte der Deutsche Bauernverband (DBV) in einem Papier, es sei "5 vor 12 für die deutsche Sauenhaltung".

Am drängendsten erscheint gegenwärtig der Komplex der Kastration. Zum 1. Januar 2019 soll das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration in Kraft treten. Alle als Alternative zur Verfügung stehenden Methoden - die Immunokastration, die Ebermast sowie die Vollnarkose mittels des - bisher noch nicht zugelassenen- Mittels Isofluran können die Anforderungen der Praxis nicht erfüllen, heißt es von den Betroffenen. Daher sei eine Verschiebung des Termins im Januar 2019 unausweichlich, lautet die Forderung. 

Die Brisanz des Themas verdeutlicht, dass Bundesagrarministerin Julia Klöckner für den heutigen Dienstag zu einem "Runden Tisch" Sauenhaltung" geladen hat. Teilnehmen werden Vertreter einschlägiger Verbände wie dem Deutschen Bauernverband, dem Deutschen Raiffeisenverband, der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) sowie Politiker der Regierungskoalition. Ob sich auch die Ministerin beteiligen wird ist unbekannt.

Das Treffen geschieht im Vorfeld einer Entscheidung des Agrarausschusses im Bundesrat. Am kommenden Montag sollen Vertreter der Länder über den Start einer Bundesratsinitiative und damit dem parlamentarischen Verfahren zum Verschieben der Regelungen zur Ferkelkastration abstimmen. Eine klare Tendenz für ein Votum ist gegenwärtig völlig offen, heißt es aus den Ländern.  

  




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