Schweinehaltung

Polnische Mäster haben mehr Tiere im Stall


Die polnische Schweineproduktion wächst weiter. So voll wie vor einigen Jahren sind die Ställe allerdings längst nicht mehr.

Rund 11,9 Millionen Schweine hat die Statistikbehörde in Warschau zum Zähltermin Dezember 2017 in Polen ermittelt. Im Vergleich zum Jahresende 2016 beträgt die Zunahme 7,1 Prozent. Am stärksten zugelegt hat die Zahl der Mastschweine, unterdurchschnittlich ausgedehnt worden ist 2017 die Zuchtschweinehaltung. Das bedeutet, dass sich die Wachstumskurve 2018 abflachen wird.

Als Grund für die Zunahme der Schweinehaltung nennt das polnische Statistikamt die attraktiveren Schweinepreise bis Mitte 2017. Da außerdem Getreide relativ günstig war, verbesserte sich die Wirtschaftlichkeit der Mast. Im Dezember 2017 registriert die Behörde jedoch deutlich schwächere Schweinepreise.


Im mehrjährigen Vergleich sind die aktuellen Bestandszahlen aber nicht sehr hoch. Vor sechs Jahren hatte der polnische Schweinebestand fast 13 Millionen Tiere umfasst, vor sieben Jahren waren es sogar mehr als 14 Millionen Tiere. Grund für den seitherigen Bestandsabbau waren die wiederholten Preistäler. Hinzu kommt das anhaltende Schweinepestgeschehen im Osten des Landes, das in den betroffenen Regionen einen Aufbau der Bestände verhindert.

Ein Teil der fehlenden Eigenproduktion ist allerdings durch Ferkelimporte abgedeckt worden, die dann in polnischen Ställen ausgemästet werden. Für das Gesamtjahr liegen noch nicht die vollständigen Zahlen vor. Das Statistikamt registriert von Januar bis November 2017 Importe von insgesamt 6,2 Millionen lebenden Tieren. Am Durchschnittsgewicht der importierten Tiere von etwa 33 kg lässt sich ableiten, dass es überwiegend Ferkel waren. Im Vergleich zum Elfmonatszeitraum 2016 sind die Importe um 6,5 Prozent gestiegen.

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