Schweinemarkt

Kaufland führt Mindestpreis ein

Seit Juli bietet Kaufland frisches Schweinefleisch ausschließlich ab der Haltungsform Stufe 2 oder höher an.
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Seit Juli bietet Kaufland frisches Schweinefleisch ausschließlich ab der Haltungsform Stufe 2 oder höher an.
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Nach Rewe und Edeka will auch Kaufland den Schweinehaltern unter die Arme greifen. Ziel ist es, die heimische Produktion zu stärken.

Kaufland führt eine Mindestnotierung für Schweinefleisch aus Haltungsform Stufe 2 ein. „Lieferanten erhalten somit dauerhaft eine Notierung von mindestens 1,40 Euro pro Kilo Schweinefleisch“, teilt das Unternehmen mit. Mit dem Schritt will Kaufland Verlässlichkeit für die deutsche Landwirtschaft schaffen. Das Unternehmen folgt damit der Rewe Gruppe sowie den Edeka-Organisationen, die in den vergangenen Tagen ähnliche Initiativen bekanntgaben.

„Wir brauchen eine starke und zukunftsfähige Landwirtschaft. Die Einführung dieser Mindestnotierung ist ein wichtiges Zeichen für unsere Lieferanten und Vertragslandwirte“, sagt Stefan Rauschen, Geschäftsführer Einkauf Frische bei Kaufland „Damit untermauern wir, dass wir ein verlässlicher und fairer Partner sind, der ihnen langfristig eine Perspektive bietet.“ Bereits jetzt zahlt Kaufland im Rahmen seines Wertschätze-Qualitätsfleischprogramms den Vertragslandwirten eine Mindestnotierung von 1,40 Euro pro Kilogramm. Zudem erhalten sie einen Tierwohlbonus sowie einen Bonus für gentechnikfreie Fütterung. Seit Juli bietet Kaufland frisches Schweinefleisch ausschließlich ab der Haltungsform Stufe 2 oder höher an.

Kaufland betont, sich für eine faire und langfristige Partnerschaft mit Landwirten und Lieferanten einzusetzen. Hierzu hat das Unternehmen Anfang dieses Jahres, gemeinsam mit Vertretern landwirtschaftlicher Gruppierungen, anderen Handelsunternehmen sowie dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels, den Agrardialog ins Leben gerufen. Gemeinsam führen die Unternehmen Gespräche, um wirksame Lösungen zu erarbeiten, die einen Beitrag zur Stärkung der Landwirtschaft in Deutschland leisten können. Bereits im Dezember hat die Schwarz Gruppe, zu der Kaufland gehört, 50 Mio. Euro als pragmatische und schnelle Hilfe für die Landwirte zur Verfügung gestellt. Mit den Mitteln sollten insbesondere Landwirte dabei unterstützt werden, die durch die Corona-Pandemie und die Afrikanische Schweinepest verursachten Schwierigkeiten im Markt abzufedern.

Dieser Text erschien zuerst auf www.fleischwirtschaft.de.

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