Schweinepest

Ausbruch in Bulgarien


In Bulgarien gibt es Meldungen über einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die EU-Kommission mahnt das Land zur Besonnenheit.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat mit Bulgarien das 15. Ausbruchsland erreicht. Mehr als 130.000 Schweine im Land wurden gekeult in den vergangenen zwei Wochen. Die ASP hat einen verheerenden Einfluss auf den Schweinemarkt in China und Vietnam und ist präsent in Belgien, Kambotscha, Ungarn, Laos, Lettland, Moldavien, Nord-Korea, Polen, Rumänien, Russland, Südafrika und in der Ukraine.

Das südosteuropäische Land kämpft gegen die weitere Ausbreitung der ASP. Doch viele Bauern aus den ausgewiesenen Schutzzonen weigern sich, ihre nicht angemeldeten Schweine - wie angeordnet - selbst zu töten. Aus Protest gegen die präventive Tötung blockieren aufgebrachte Menschen seit Tagen eine wichtige regionale Landstraße zwischen Sliwen und Jambol im Osten des Landes. Medienberichten zufolge verstecken manche Bauern ihre Schweine im Schlafzimmer, damit sie von den Behörden nicht entdeckt und präventiv getötet werden. Zwei Großfarmen im Raum der Donaustadt Russe im Norden schlossen die angeordnete Vernichtung von Zehntausenden Schweinen am Donnerstag hingegen ab. Griechenland hat reagiert und die Einfuhr von Schweinfleisch aus Bulgarien untersagt.

Nach dem Widerstand in Bulgarien gegen das präventive Töten von Tieren im Kampf gegen die ASP hat die EU-Kommission zur Besonnenheit in dem Land aufgerufen. "Zusammenarbeit auf allen Ebenen der Gesellschaft ist entscheidend", sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Donnerstag. Das öffentliche Bewusstsein für die Seuche müsse gesteigert werden, die Lage in Bulgarien sei noch immer ernst. Das habe der zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis der bulgarischen Agrarministerin Dessislawa Tanewa nach einem Treffen am Dienstag gesagt.

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