Schweinepest

Wieder mehr als 1000 Tiere in Polen betroffen

Die Schweinepest wütet in Polen weiter. Die Zahl der neu fest gestellten Fälle bei Hausschweinen nimmt schnell zu.

Das Veterinäramt in Lublin hat für die Wojewodschaft Lubelskie fünf neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Hausschweinen bekannt gegeben, berichtet das Internetportal farmer.pl. In vier Fällen handelt es sich um kleinere Bestände mit 2 bis 28 Tieren, in einem Fall sind 1.151 Tieren betroffen. Der Großbetrieb befindet sich in der Gemeinde Dorohusk, knapp 100 km östlich von Lublin direkt an der Grenze zur Ukraine gelegen.

Nach der Statistik des Staatlichen Veterinärinstituts im polnischen Puławy waren bis Freitag in schweinehaltenden Betrieben für dieses Jahr 13 neue ASP-Fälle bestätigt worden. Darin enthalten sind zwei der fünf Fälle, die am heutigen Montag aus Lublin gemeldet worden sind. Das bedeutet, dass es mittlerweile 16 sein dürften. Hinzu kommen 2018 weit mehr als 1.000 Wildschweine mit ASP-Diagnose.

Landwirte sind fassungslos

„Dies übersteigt die menschliche Vorstellungskraft“, kommentiert ein polnischer Landwirt das Schweinepestgeschehen in seinem Land. „Die Entscheidungsträger kümmern sich um sich selbst, der Premierminister spricht über mysteriöse Kräfte, der Landwirtschaftsminister tritt aus persönlichen Gründen zurück“, schreibt er weiter und kommt für sich und seine Berufskollegen zu dem Schluss: „Nur die Gebete sind geblieben."

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