Seuche

Afrikanische Schweinepest in Ungarn ausgebrochen

Auf der am 24. April 2018 aktualisierten Karte des FLI findet sich jetzt auch ein ASP-Eintrag in Ungarn.
Foto: FLI
Auf der am 24. April 2018 aktualisierten Karte des FLI findet sich jetzt auch ein ASP-Eintrag in Ungarn.

In einem weiteren Land ist die Schweinepest festgestellt worden. Damit sind in Europa jetzt insgesamt 2403 Fälle dokumentiert.

Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt die Daten aus dem Animal Disease Notification System (ADNS) der Europäischen Kommission. Demzufolge gibt es ein infiziert aufgefundes Wildschwein in Ungarn.

Das ADNS zählt zum Stichtag 22. April 2018 insgesamt 2403 Fälle von afrikanischer Schweinepest. Polen ist mit 1091 Fällen weiterhin das am stärksten von der Seuche betroffene Land. Mit den 28 in Tschechien dokumentierten Infektionen ist die ASP am nächsten an Deutschland herangerückt.
Mit Ungarn ist in der EU-Statistik ein neues ASP-Land hinzugekommen.
Foto: ADNS
Mit Ungarn ist in der EU-Statistik ein neues ASP-Land hinzugekommen.

ISN ist beunruhigt

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hält Essensreste für eine plausible Ursache des Seuchenausbruchs. Sie bezieht sich auf Informationen der OIE (Weltorganisation für Tiergesundheit), die davon ausgeht, dass das Wildschwein sich über Essensreste infiziert hat. In der betroffenen Region gibt es laut ISN viele Arbeitnehmer aus der Ukraine, die in herbergsähnlichen Unterkünften in den umliegenden Dörfern leben. Die ISN macht darauf aufmerksam, dass der erste ASP-Fund in Ungarn weiter im Landesinneren liegt und sich damit außerhalb der intensiv überwachten grenznahen Zonen befindet. Die ISN zitiert Tiergesundheitsexperten, die diesen Aspekt beunruhigend finden.

Der Deutsche Jagdverband ruft Jagdreisende nach Ungarn zu größtmöglicher Vorsicht und Mitwirkung bei der Seuchenprävention auf. So sollten Ausrüstung, Schwarzwild-Trophäen und Fahrzeuge sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden. Auch der Import von Wurst, Fleischwaren oder Hundefutter aus Restriktionszonen sollte unbedingt vermieden werden.

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