Siedler von Catan

Spielend das Saatgut retten

In einer neuen Version beschäftigt sich das Brettspiel „Siedler von Catan“ mit dem Thema Ernährungssicherheit. Ziel ist es, die genetische Vielfalt der Nutzpflanzen zu erhalten.

Beim Spiel „Siedler von Catan“ wetteifern die Spieler um die Ressourcen einer unbewohnten Insel. Das 1995 erschienen Spiel, wird heute in unzähligen Varianten und Erweiterungen angeboten. Die neue Version "Catan - Crop Trust" beschäftigt sich mit dem Thema Ernährungssicherheit. Über zwei Jahre wurden die Regeln gemeinsam mit dem Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt „Crop Trust“ entwickelt. Die Organisation setzt sich dafür ein, die Vielfalt an Sorten des Saatgutes von Nutzpflanzen zu bewahren und verfügbar zu halten, um die Ernährung der Weltbevölkerung sicherzustellen.

Die Spieler müssen in dem Spiel abwägen, zwischen dem individuellen Bedürfnis nach Erträgen und dem kollektiven Bedürfnis, Saatgut für zukünftige Generationen zu lagern. Durch die Ernte zu vieler Pflanzen gefährden sie die notwendige Saatgutvielfalt und bedrohen damit ihre Welt mit einem Kollaps der Nahrungsmittelversorgung.

Die Macher des Spieles versprechen eine „pädagogische, aber sehr unterhaltsame Spielerfahrung für die Familie“, die die nötige Balance zwischen Natur und Landwirtschaft verständlich macht, unterstützt durch einfache, halbkooperative Regeln. Zum Spielmaterial gehört ein Almanach, der die Geschichte des Svalbard Global Seed Vault erzählt. Auf der norwegischen Insel Spitzbergen unterhält die Stiftung den Svalbard Global Seed Vault (Weltweiter Saatgut-Tresor). Dort werden Saatkörner von den wichtigsten Nutzpflanzen vor Umwelteinflüssen geschützt aufbewahrt, um die Sorten im Katastrophenfall nachzüchten zu können. Die Lizenzgebühren der Catan GmbH erhält der Crop Trust, der den Saatgut-Tresor verwaltet.  

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Spielregeln

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