In den USA wird die Soja-Ernte - wie hier in Ohio - auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren zurückgehen.
Bild: Pixabay / tpsdave2
In den USA wird die Soja-Ernte - wie hier in Ohio - auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren zurückgehen.

Die globale Versorgungslage für Sojabohnen 2019/20 wird wahrscheinlich knapper ausfallen. Für Brasilien wird ein Rekordhoch vorausgesagt.

Mit prognostizierten 356 Mio. t wird die globale Sojabohnenernte 2019/20 um rund sechs Mio. t geringer ausfallen als im Vorjahr, berichtet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). Gleichzeitig werde jedoch der globale Verbrauch um acht Mio. t auf 355 Mio. t zunehmen. Grundlage für die Annahmen ist die erste Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA). Danach soll die Erzeugung in China und Paraguay leicht und in Brasilien sogar auf ein Rekordhoch steigen. In den USA dagegen werde sie auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren zurückgehen. Mit einer prognostizierten Menge  von 123 Mio. t wäre Brasilien weltweit der größte Produzent, gefolgt von den USA mit 113 Mio. t.

Den globalen Handel mit Sojabohnen beziffert das USDA auf 151 Mio. t und damit auf Vorjahreshöhe. Mit einem deutlichen Exportplus werde für die USA gerechnet, während für Brasilien ein Rückgang erwartet wird. Sowohl in Brasilien als auch Argentinien werde die Verarbeitung innerhalb der Länder voraussichtlich steigen. 

Für die USA werde mit einer Verschiebung der Zielrichtung der Sojaexporte von China nach Europa gerechnet. Die wichtigsten Sojaimporteure werden nach wie vor China und die Länder der EU bleiben, so die UFOP.  Aufgrund des rechnerisch nahezu ausgeglichen Verhältnisses zwischen Erzeugung und Verbrauch erwarte das USDA für 2019/20 keine nennenswerte Veränderung der Vorräte. Diese lägen in der laufenden Saison bei 113 Mio. t. Dies reiche aus, den Bedarf für 3,7 Monate zu decken.

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