Sommerreise Otte–Kinast

Artenvielfalt gemeinsam fördern

Jochen Hartmann erklärt Barbara Otte-Kinast seine Maßnahmen um die Artenvielfalt zu fördern
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Jochen Hartmann erklärt Barbara Otte-Kinast seine Maßnahmen um die Artenvielfalt zu fördern

Artenvielfalt in der Agrarlandschaft bewahren und erhöhen. Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat sich auf dem Betrieb von Familie Hartmann in Lüneburg informiert.

Mehr Vögel, Insekten, Schmetterlinge und Wildkräuter - das ist ein Ergebnis der Aktivitäten von Jochen Hartmann. Seit drei Jahren legt er mehrjährige Blühstreifen an, hat blühende Vorgewende geschaffen. Feldvogelinseln sind auf seinem Betrieb genauso zu finden wie blühende Untersaaten im Getreide.  Rund zehn Prozent seines  Betriebes sind für diese Maßnahmen vorgesehen. Neben der Biodervisität erhöht er mit seinen Maßnahmen auch die Bodenfruchtbarkeit und verringert Bodenerosion und Verdunstung. Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt.

Otte-Kinast ist froh über das Engagement der Familie und die Anregungen aus dem Projekt. „Der Klimawandel und die biologische Vielfalt werden für die Landwirtschaft eine große Herausforderung bleiben“, so die Ministerin. Sie ist aber auch davon überzeugt, dass Maßnahmen wie sie in Lüneburg und auf neun anderen Betrieben in der Bundesrepublik durchgeführt werden, nur freiwillig Erfolg aufweisen können. Biodiversität könnte auch ein Betriebszweig werden- war eine Meinung auf der Veranstaltung. Sie müsste von der Gesellschaft honoriert werden.

Finanziert und begleitet wird das Projekt über F.R.A.N.Z. - Für Ressourcen, Agrarwirtschaft und Naturschutz mit Zukunft - ein gemeinsames Projekt der Umweltstiftung Michael Otto und des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Wissenschaftlich unterstützen die Maßnahmen die Thünen Institute für Ländliche Räume, Betriebswirtschaft und Biodiversität gemeinsam mit der Universität Göttingen und dem Michael-Otto-Institut im Nabu (Naturschutzbund Deutschland). 

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