Sondierungen

SPD soll Wende vorantreiben

Der Grünen-Politiker Friedrich Ostendorff will die Sozialdemokraten für die Agrarwende einspannen. Tierwohl, flächenunabhängige Direktzahlungen sowie der Grundstückserwerb durch Investoren sind für ihn drängende Themen.

Der grüne Agrarpolitiker Friedrich Ostendorff hat jetzt an die SPD appelliert, für den Fall einer Neuauflage der Großen Koalition mit der Union ihr agrarpolitisches Profil zu schärfen. „Landwirtschaft, Umwelt und gesellschaftliche Erwartungen müssen endlich zusammen gehen. Die SPD muss sich deshalb gegenüber der Union für eine deutliche bessere Umsetzung von Umwelt-, Klimaschutz und Tierwohlbelangen einsetzen“, teilte Ostendorff am Mittwoch mit.

Die neue Bundesregierung müsse sich im Bereich Landwirtschaft für eine grundlegende und ambitionierte agrarpolitische Wende einsetzen, die den gesellschaftlichen Notwendigkeiten und Erwartungen entspricht. Darunter versteht Ostendorff den Umbau der Tierhaltung mit einer „verpflichtenden Tierhaltungskennzeichnung“, die Landwirten eine bessere Wertschöpfung durch transparente Haltungskriterien ermögliche. Eine Entkoppelung der EU-Direktzahlungen von der Fläche gehört ebenfalls dazu. Außerdem solle im Grundstückverkehrsrecht die Rolle der bäuerlichen Landwirte gestärkt werden.

Die Sozialdemokraten hatten sich zuletzt vor allem über das Thema Pflanzenschutz profiliert. Sie fordern unter anderem ein nationales Verbot von Glyphosat.

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