Sperrfrist

Gülletanks laufen über


Nach Schleswig-Holstein schlagen nun auch Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern Alarm. Wegen durchnässter Felder kommt die Gülle nicht mehr rechtzeitig auf den Acker.

Infolge der schwierigen Witterungsverhältnisse in diesem Jahr war die Aufnahmefähigkeit der Böden für stickstoff- und phosphathaltige Düngemittel nach der Ernte nicht möglich. Nach der Sperrfrist auf Ackerland und Grünland ist eine Ausbringung nicht mehr zulässig. Betroffen sind vor allem Landwirte im Norden und Nordosten.

Lange Sperrfristen
Die Düngeverordnung schreibt für die Ausbringung von Düngemitteln und flüssige organische Wirtschaftsdünger verlängerte Sperrfristen vor. Für Ackerland nach der Ernte der Hauptfrucht bis zum 31.01. (Ausnahme Anbau Wintergerste, Winterraps, Zwischenfrüchte und Feldfutter ab dem 01.10.), auf Grünland vom 01.11. bis 31.01. und Festmist vom 15.12. bis 15.01.
„Ich befürchte, dass die Kapazitäten zur Lagerung der Gülle in einzelnen Betrieben vor Ende der Sperrfrist weitgehend ausgereizt sind“, befürchtet Agrarminister Till Backhaus.  „Außerdem ist damit zu rechnen, dass es aufgrund der Witterungsbedingungen zu Verzögerungen bei der Ausbringung nach Ablauf der Sperrfrist Anfang Februar 2018 kommen kann. Deshalb rate ich allen viehaltenden Landwirten und auch Biogasanlagenbetreibern, sich frühzeitig um zusätzliche Lagerkapazitäten zu bemühen“, betonte Backhaus.

Werden die Anforderungen von den Behältern erfüllt, ist die Lagerung von Gülle in Gärrestlagern und umgekehrt möglich. Änderungen des Lagerguts sind der zuständigen Wasserbehörde anzuzeigen.

 

 

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