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Veterinäre geben kaum weniger Antibiotika


Während die Gesamtmenge schrumpfte, stieg unter anderem der Verbrauch einiger kritischer Wirkstoffe.
Bild: Pixabay / Myriams-Fotos
Während die Gesamtmenge schrumpfte, stieg unter anderem der Verbrauch einiger kritischer Wirkstoffe.

Im Jahr 2018 wurden kaum weniger Antibiotika in der Tiermedizin verwendet als in den Jahren zuvor. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat entsprechende Daten veröffentlicht.

Im Jahr 2018 wurden geringfügig weniger Antibiotika in der Tiermedizin verwendet als in den Jahren zuvor. Das meldete das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Im Vergleich zu 2017 sank die Menge um insgesamt 10,7 t auf 722 Tonnen. Das entspricht einer Menge, die um 1,5 Prozent kleiner ist als der Vorgänger. Der Wert ist aber damit zum ersten Mal kleiner als zu Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011.

Auch die für Menschen besonders wichtigen Anbiotikaklassen Flourchinolone (-2,2t) und Cephalosporine der 3. Und 4. Generation (-1,6 t) sanken leicht. Das BVL macht dafür die Änderung der Tierärztlichen Ausapothekenverordnung verantwortlich, die seit 1. März 2018 gilt. Auf dem Platz 1 der meistgegebenen Antibiotika liegen die Penicilline (271 t), gefolgt von Tetrazyklinen (178 t). Auf Platz drei finden sich mit 74 t die Polypeptidantibiotika wie der umstrittene Reservewirkstoff Colistin.

Bild: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit


Jedoch nahm der Verbrauch bei zwei Wirkstoffklassen zu, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als kritisch für den Menschen eingestuft werden, weil sie in der Humanmedizin gebraucht werden. Dabei handelt es sich um Makrolide (+4,0 t) und Polypeptidantibiotika (+0,024 t).

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