Studie zum Stalldesign

Wie Stallbilder besser wirken

Wissenschaftler haben untersucht, wie Bilder aus konventionellen Ställen vom Verbraucher bewertet werden. Wenig überraschend kommt die konventionelle Landwirtschaft sehr schlecht weg. Doch die Forscher kennen Kompromisse.

Die Forscher der Universität Göttingen und Bozen um Prof. Dr. Achim Spiller haben untersucht, wie realitätsnahe Bilder aus Stellen von Fachfremden bewertet werden. Für Landwirte wenig überraschend: Personen ohne landwirtschaftlichen Bezug bewerten die Bilder ausgesprochen negativ. Rund 1.000 Personen wurden online befragt, welchen Eindruck die Fotos auf sie machten. Entscheidend ist: Ställe, die die Bewegungsfreiheit von Tieren einschränken, werden negativer als übliche Ställe bewertet. Wird ein Zugang zum Außenbereich sichtbar, wirken die Ställe positiver. „Wir waren überrascht davon, wie schlecht die reine Stallhaltung bewertet wurde“, sagt Dr. Gesa Busch von der Universität Bozen. Die wahrgenommene Natürlichkeit eines Stalles wird demnach als Schlüsselreiz in die Bewertung einbezogen.

Natürlich können nicht alle Tiere draußen gehalten werden, doch die Autoren der Studie legen einen Kompromiss nahe: „Hybridstrategien wie zum Beispiel Außenklimaställe mit Zugang zu Laufhöfen oder Joggingweiden, wie es sie in der Milchviehhaltung bereits gibt’s, könnten einen Kompromiss darstellen, der für die Tiere besser ist und von der Gesellschaft akzeptiert wird“, so Prof. Dr. Achim Spiller. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Animal Frontiers.


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