Südzucker

Erpressungsversuch schlug fehl


Ein Unbekannter drohte bisher unveröffentlichte Kartellverstöße von Südzucker zu veröffentlichen, wenn die Firma nicht 2,2 Millionen € Lösegeld zahle. Der Plan ging nicht auf: Südzucker schaltete die Polizei ein.

Ein 48-Jähriger Mann hatte versucht, die Südzucker AG in Mannheim um 2,2 Mio. € zu erpressen. Die Polizei nahm ihn bereits am 24. August fest. Der Tatverdächtige drohte, bisher unveröffentlichte Erkenntnisse zu Kartellverstößen der Südzucker AG bekannt zu machen. Der Konzern wendete sich an die Polizei, die eine Person bei der Lösegeldübergabe auf einem Parkplatz der Autobahn A6 festnahm. Nach aktuellem Erkenntnisstand soll der Tatverdächtige versucht haben, ein weiteres Unternehmen aus der Region zu erpressen. Die Staatsanwaltschaft Mannheim erliess einen Haftbefehl gegen den 48-jährigen. Er wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern weiter an.

Südzucker bestätigte den Erpressungsversuch. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass das Druckmittel des Erpressers – nicht näher bekannte Kartellverstöße – einen belastbaren Hintergrund hätte. Das teilte die Staatsanwaltschaft Mannheim auf Nachfrage von agrarzeitung.de mit.

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