Tag des Wassers

Wasser muss sauberer werden

Zum heutigen Weltwassertag unterstreichen Politik und Verbände, wie wichtig Wasserschutz ist. Die neue Bundesumweltministerin meint, es gebe auch in Deutschland viel zu tun, um die Qualität zu verbessern. 

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO haben weltweit derzeit rund 844 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mindestens zwei Milliarden Menschen sind gezwungen, verunreinigtes Wasser zu nutzen. Rund um den Globus gibt es daher am 22. März, dem „Tag des Wassers“ der Vereinten Nationen, Spenden- und Hilfsaktionen für Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser.

Auch in Deutschland äußerten sich Politik und Verbände zu Wasserqualtität und -verbrauch. „Den Schutz der Gewässer und des Trinkwassers in Deutschland nehmen wir Landwirte sehr ernst“, erklärte etwa DBV-Präsident Joachim Rukwied. Die Bauern seien auch im eigenen Interesse bestrebt, Nährstoffe und Pflanzenschutzmittel so sparsam und effizient wie möglich einzusetzen. Das im vergangenen Jahr neugefasste Düngerecht diene dem Ausgleich zwischen einer bedarfsgerechten Düngung und einer Absenkung der Nährstoffsalden im Sinne des Gewässerschutzes.

Chemischer Zustand nirgendwo "gut" 

Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze wies darauf hin, dass in Deutschland der ökologische Zustand der Gewässer nur bei 8,2 Prozent als gut oder sehr gut eingestuft werde. Der chemische Zustand werde in ganz Deutschland als nicht gut eingestuft. Grund hierfür seien flächendeckend auftretende Schadstoffe wie Quecksilber oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Erhöhte Konzentrationen von Pflanzenschutzmitteln seien vor allem in kleineren Gewässern im ländlichen Raum zu finden. Hinzu komme die Nitratbelastung des Grundwassers. Angesichts des Zustands der Gewässer gebe es im Wasserschutz noch viel zu tun, sagte die Ministerin. 

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  1. Fritz Pucher
    Erstellt 23. März 2018 08:23 | Permanent-Link

    Auch Frau Schulze spricht nicht vom Kokain im Kläranlagenablauf von Städten , wie z B Köln oder von den auch mit 4ten Klärstufen nicht abbaubaren Hormonrückständen von Antikonzeptiva .
    Da sonst aus der rotgrünen Aktivistenecke schnell die Forderung kommt die Belastungen im Ursprung zu verbieten , ist man bei den oben genannten Stoffen erstaunlich sprachlos .
    Doch nicht etwa , um die eigene Klientel mit gleichgelagerten Bedürfnissen zu verärgern ..??

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