Thesenpapier

Agrarhandel betont Schlüsselrolle fürs Land


Stabile Rahmenbedingungen und damit Planungssicherheit fordert der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA). Dazu hat der Verband fünf Thesen für eine starke ländliche Wirtschaft veröffentlicht.


Landwirtschaft und Agrarhandel stünden vor großen Herausforderungen, sagte BVA-Präsident Rainer Schuler,auf der Mitgliederversammlung in dieser Woche in Berlin. Als Beispiel nannte er die Ackerbau- oder Biodiversitätsstrategie, die Einfluss auf die Ausrichtung der Landwirtschaft nehmen werden.

Damit der Agrarhandel wettbewerbsfähig und die ländliche Wirtschaft auf dem Land stark bleibt, hat der BVA fünf Botschaften formuliert. So ist dem BVA zufolge Deutschland im globalen wie auch im EU-Vergleich ein digitales Entwicklungsland und darüber hinaus die Breitbandversorgung extrem ungerecht verteilt. Der Verband erklärt, dass die Digitalisierung kein Privileg der Ballungszentren sein dürfe. Leistungsstarke Breitbandnetze und flächendeckende Mobilfunknetze trügen entscheidend zur Zukunftsfähigkeit des Agrarhandels bei.

Außerdem fordert der BVA für den Gütertransport eine Gleichbehandlung von teilbarer und unteilbarer Ladung. Mit einer einzigen Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung könnten Transporte und Emissionen maßgeblich verringert werden. Damit könne auch der Agrarhandel, der zu großen Teilen Schüttgüter transportiert, von den Vorzügen höherer Gewichte im kombinierten Verkehr profitieren und wesentlich zur Lösung von Verkehrs- und Logistikproblemen beitragen.

Handel als Mittler zwischen Landwirtschaft und Verbraucher

Weiter fordert der BVA eine konsequente Entbürokratisierung, insbesondere  die Vereinfachung der Antragstellung für Förderprogramme sowie des Planungs- und Genehmigungsrechts. Ebenso sollen Bund-Länder-Arbeitsgruppen für Wirtschaftsteilnehmer geöffnet werden, beispielsweise beim Klimaschutz. Darüber hinaus betont der Verband seine Mittlerfunktion in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette: Der Agrarhandel könne daran mitwirken, das Spannungsfeld zwischen Verbrauchern und Landwirten zu überbrücken. Diese Botschaften gelte es, mit Nachdruck „an die Politik zu adressieren“, so Schuler. Denn der Agrarhandel sei eine der tragenden Säulen in den ländlichen Wirtschaftsstrukturen Deutschlands.

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