Tierhaltung

Gesellschaftliche Ansprüche im Fokus


Bundesagrarministerin Juklia Klöckner bedankt sich bei Projektkoordinatorin Dr. Inken Christoph-Schulz (rechts)
Foto: J_Struck
Bundesagrarministerin Juklia Klöckner bedankt sich bei Projektkoordinatorin Dr. Inken Christoph-Schulz (rechts)

Der gesellschaftliche Druck auf die Tierhaltung in Deutschland wird bestehen bleiben. Das belegen Ergebnisse  des im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) durchgeführte Forschungsprojekt "SocialLab - Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft".

Rund 85 Prozent der Verbraucher geben an, nur geringes oder kein Wissen über die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere zu haben. Ein annähernd ähnlicher hoher Prozentsatz sieht jedoch die Notwendigkeit einer stärkeren staatlichen Regulierung des Umgangs mit diesen Tieren. Dies ist ein Ergebnis einer umfassenden Studie des Forschungsprojekts "Social Lab", die am Mittwoch dieser Woche in Berlin vorgstellt wurde.

Zwischen Masse und Museum

Die über einen Zeitraum von drei Jahren an dem Projekt beteiligten acht Forschungsgruppen kommen zu dem Schluss, dass kurzfristig im Konfliktfeld Gesellschaft-Landwirtschaft keine Lösung für eine bessere Akzeptaz der Tierhaltung erwartet werden könne. Es handele es sich um ein in vielfältiger Form verwobenes Knäuel von ökonomischen, psychologischen und soziologischen Ursache-Wirkungsbeziehungen auf verschiedenen Politikebenen. Dies erschwere eine lineare Problemlösung.  Es bestehe nach wie vor eine große Diskrepanz zwischen tief verankerten Bildern von "Massentierhaltung" und "Museumslandwirtschaft". Der Weg zu einem neuen "Gesellschaftsvertrag für eine landwirtschaftliche Tierhaltung der Zukunft" sei noch weit und bedürfe innovativer Kommunikations- und Diskussionsformate, so die Autoren der Studie.

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