Tierhaltung

"Rinder anzubinden ist nicht mehr zeitgemäß"


Die Anbindehaltung gehört abgeschafft, meint der BDL.
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Die Anbindehaltung gehört abgeschafft, meint der BDL.

Der Bund der Deutschen Landjugend hält die Anbindehaltung für nicht zukunftsfähig. Die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Haltungsform sinke stetig, Landwirte müssten deshalb liefern, meint der BDL.

 
Die Anbindehaltung ist nicht mehr zeitgemäß. Das stellt der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) in einem Positionspapier klar. Landwirte seien gefordert, "sich mittelfristig Gedanken zu machen". Es ginge dabei um die Frage, wo diese ihren Betrieb in fünf oder zehn Jahren sehen.

In Deutschland steht noch mehr als ein Viertel des Milchviehs in Anbindeställen, in Bayern und Baden-Württemberg sind es sogar deutlich mehr. Zwar sinkt die Zahl der Rinder mit Anbindehaltung. Doch aus Sicht des BDL mangelt es vielen Betriebsleitern an einer kritischen Sicht bezüglich der Zukunftsfähigkeit ihres eigenen Betriebes.

Dem Lebensmitteleinzelhandel zuvorkommen

Der BDL schlägt eine Übergangsfrist von fünf Jahren bei ganzjähriger oder 10 Jahre bei saisonaler Anbindehaltung vor. Statt zuzusehen, wie die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Haltungsform weiter sinkt, müsse schleunigst gehandelt werden. „Nur so lässt sich einem drohenden Abnahmestopp von Milch aus Anbindehaltung durch den Lebensmitteleinzelhandel zuvorkommen“, sagt der stellvertretende BDL-Bundesvorsitzende Christoph Daun.

Die Sicherung von Kulturlandschaften in Mittelgebirgsregionen und Höhenlagen, die traditionell in Anbindehaltung bewirtschaftet werden, will der BDL bewahren. Dafür brauche es Zulagen für nachteilige Produktionsstandorte.

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