Tierhaltung

Tierwohl ist gefragt


Eine Forsa-Studie registriert viel Zustimmung für das Konzept der Initiative Tierwohl. 93 Prozent der Verbraucher wünschen sich, dass mehr als gesetzlich vorgeschrieben für die Tiere getan wird. 

Die Initiative Tierwohl hat gestern eine Forsa-Studie veröffentlicht, nach der 93 Prozent der Verbraucher das Konzept der Initiative Tierwohl befürworten. Die Initiative unterstützt Landwirte finanziell, mehr als das gesetzliche Mindestmaß für ihre Tiere zu tun. Der Anteil derer, die diesen Ansatz mit „sehr gut“ bewerten, wächst gegenüber einer Studie aus dem Dezember 2017 um sechs Prozentpunkte. Auch die staatliche Tierwohlkennzeichnung ist ein beliebtes Modell. 81 Prozent der rund 1.000 befragten Verbraucher sind dabei für ein verpflichtendes staatliches Tierwohl-Siegel.

Freiwillig wollen die wenigsten

Nur zehn Prozent sind hingegen für ein Siegel auf freiwilliger Basis, hat die Umfrage ergeben. Von diesen zehn Prozent befürworten wiederum 59 Prozent der Befragten ein mehrstufiges Modell mit einer Einstiegsstufe, die nur leicht über dem gesetzlichen Mindestmaß liegt. „Die Verbraucher wollen eine Einstiegsstufe, die ihren Namen verdient, indem sie möglichst vielen Betrieben einen Einstieg in die Staatliche Tierwohlkennzeichnung ermöglicht. Hier appellieren wir an die Politik, diese Ergebnisse in bevorstehende Entscheidungen einfließen zu lassen", erklärt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. 

Auch bei den Kosten und der Verantwortung haben die Verbraucher eine klare Meinung. Auf Platz eins und zwei der Verantwortlichkeit für eine tiergerechte Haltung haben die Landwirte und der Staat zu stehen. Bei den Kosten für eine tiergerechte Haltung sehen 70 Prozent der Befragten aber in erster Linie die Verbraucher in der Pflicht, darauf folgt der Lebensmitteleinzelhandel, dann erst kommen die Landwirte und der Staat. 


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