Tierschutz

Otte-Kinast zeigt Schlachthof an


Einem Schlachthof und mehreren Betrieben in Niedersachsen werden schwere Verstöße gegen den Tierschutz vorgeworfen. "Verhalten der Landwirte, die offenbar leidende Tiere noch vermarkten wollten, wäre unerklärlich", erklärt Otte-Kinast.

Auf mehreren landwirtschaftlichen Betrieben und in einem Schlachthof im Kreis Stade in Niedersachsen soll es zu schwerwiegenden Tierschutzverstößen gekommen sein. Das meldet das niedersächsische Landwirtschaftsministerium. Die Tierrechtsorganisation Soko Tierschutz informierte das Ministerium am Mittwoch telefonisch über die Vorwürfe. Die Tierrechtler hatten den Transport von transportunfähigen Rindern gefilmt. Sie sollen mit Seilwinden aus dem Stall und in den Schlachthof gezogen und in mehreren Fällen sollen den Tieren erhebliche Schmerzen zugeführt worden sein.

Das Landwirtschaftsministerium hat Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Stade gestellt. In dem Schlachthof darf bis auf weiteres nicht mehr geschlachtet werden. Der Kreis prüft auch andere Maßnahmen wie den Entzug der Zulassung. „Sollten die Vorwürfe stimmen, wäre das Verhalten des zuständigen Personals nicht zu akzeptieren und müsste Konsequenzen haben. Auch das Verhalten der Landwirte, die offenbar leidende Tiere noch vermarkten wollten, wäre unerklärlich“, sagt Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Sie sieht sich in ihrer Initiative zur verpflichtenden Kameraüberwachung in Schlachtbetrieben bestätigt. 


In Niedersachsen gab es in den vergangenen Monaten drei Vorfälle in Schlachtbetrieben. Die Landwirtschaftsministerin hatte daraufhin eine Bundesratsinitiative für die verpflichtende Kameraüberwachung in Schlachtbetrieben angestoßen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats