Tierschutz

Urteil zum Kükentöten in Leipzig


Foto: Pixabay / Comfreak

Jährlich werden 45 Mio. t männliche Küken nach dem Schlüpfen getötet. Am heutigen Donnerstsag wird das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein Urteil zum Kükentöten bekannt geben.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigt sich seit Mitte Mai mit Klagen von Geflügelbetrieben aus den Kreisen Gütersloh und Paderborn. Die Betreiber wehren sich stellvertretend für zahlreiche Brütereien gegen ein Tötungsverbot männlicher Eintagsküken.

Tierschutzverbände hatten dagegen geklagt. 2013 untersagte deshalb das Land Nordrhein-Westfalen die Tötung. 2016 hatte allerdings das Oberverwaltungsgericht Münster im Berufungsverfahren entschieden, dass das Töten von Eintagsküken mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sei.

Heute entscheidet das höchste deutsche Verwaltungsgericht im Revisionsverfahren was schwerer wiegt: Tierschutz oder wirtschaftliche Interessen.

Die Aufzucht der männlichen Küken der Legehuhnrassen ist für die Mast ungeeignet, weil sie zuwenig Fleisch ansetzen. Nur die weiblichen Hennen werden für die Eierproduktion benötigt. Mittlerweile gibt es Möglichkeiten, um das Kükentöten zu vermeiden wie die Geschlechtererkennung im Ei oder die Henne-Bruderhaltung.

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