Tierseuche

Schweinepest an der polnisch-russischen Grenze


Polen meldet den fünften Fall 2019 von Schweinepest bei Hausschweinen. Besonders betroffen ist die Gegend an der Grenze zu Kaliningrad.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in dieser Woche in einem Bestand mit 21 Schweinen nachgewiesen worden, teilt die Staatliche Veterinärbehörde Polens mit. Der Stall befindet sich in der Gemeinde Bartoszyce in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, nahe der Grenze zur russischen Enklave Kaliningrad. Etwa 70 km entfernt in Giżycko an der Masurischen Seenplatte war vor knapp vier Wochen ein Ausbruch in einer Herde mit mehr als 1.700 Schweinen nachgewiesen worden. Auch der erste ASP-Fall 2019, von dem ein kommerzieller Bestand mit 67 Schweinen getroffen war, wurde Ende Januar nahe der Grenze zu Kaliningrad festgestellt. In der gesamten Region ist nach Angaben der Veterinärverwaltung die Zahl infizierter Wildschweine besonders hoch.

Neben diesen drei Fällen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren gab es Anfang Juni einen ASP-Nachweis in einem Mini-Bestand von zwei Hausschweinen in der Gegend um Lublin. Den bisher größten Betrieb seit Beginn des Schweinepestzuges in Polen hatte es Ende Mai in der Woiwodschaft Podlaskie getroffen, die an Weißrussland grenzt. Dort mussten nach der ASP-Diagnose in einem kommerziellen Bestand mehr als 8.000 Schweine getötet werden.

Wöchentlich neue ASP-Funde bei Wildschweinen

Beständig steigen auch die Schweinepestfälle bei Wildschweinen. Bis Anfang Juni meldete die Staatliche Veterinärverwaltung für dieses Jahr 1.211 Fälle. Hinzu kommen die fünf Ausbrüche bei Schweinehaltern.

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