Tierseuchengeschehen

Schweinepest greift in Polen weiter um sich

Zu Wochenbeginn hat die Schweinepest in Polen wieder einen größeren Betrieb mit 1.400 Schweinen getroffen. Die Ukraine hat ein Importverbot für Schweine und Futtermittel aus der Grenzregion verhängt.

Den zehnten Ausbruch von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen in Ermland-Masuren meldet am Montag der Veterinärdienst der Wojewodschaft. Diesmal ist ein Schweinehalter mit fast 1.400 Tieren in der Gemeinde Budry im Nordosten der Masurischen Seenplatte nahe der Grenze zum russischen Kaliningrad betroffen. Der erste ASP-Fall bei Hausschweinen wurde in der Wojewodschaft im Juni festgestellt. Bei den bisherigen Funden handelte es sich jedoch immer um kleinere Schweinebestände. Zu diesen 10 Fällen bei Hausschweinen kommen in Ermland-Masuren nach Angaben der Veterinärbehörde 187 ASP-Nachweise in toten Wildschweinen.

Schon länger sind die Wojewodschaften an der Ostgrenze zu Weißrussland und der Ukraine sowie die Region um Warschau von ASP geplagt. Auf nationaler Ebene registriert die Statistik des Staatlichen Veterinärinstituts bis Freitag voriger Woche in schweinehaltenden Betrieben für dieses Jahr 95 neue ASP-Fälle. Hinzu kommen 2018 rund 1.500 Wildschweine mit ASP-Diagnose.

Ukraine reagiert mit Importverbot

Am vorigen Freitag hat die Ukraine angesichts der aktuellen Tierseuchensituation in Polen ein Einfuhrverbot verhängt. Es gilt für Importe von lebenden Schweinen, Schweinefleisch, Besamungsmaterial sowie Futtermitteln aus allen polnischen Wojewodschaften, die von Schweinepest betroffen sind.

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