Viehhandel

Grüne wollen Tiertransporte aus EU abschaffen

Beim Verlassen der EU wie hier an der bulgarisch-türkischen Grenze entstehen oft tagelange Wartezeiten.
Foto: Ostendorff
Beim Verlassen der EU wie hier an der bulgarisch-türkischen Grenze entstehen oft tagelange Wartezeiten.

Der 1. Juli gilt als Tag gegen Tiertransporte. Die Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen fordert ein Verbot von Lebendexporten in Länder außerhalb der EU.

Allein 2017 seien 700.000 lebende Rinder aus der EU exportiert worden, teilt der agrarpolitische Sprecher der Grünen, Friedrich Ostendorff, mit. Rund 81.000 Tiere hätten aus deutschen Ställen gestammt. Es sei nachgewiesen, dass die Tiere oftmals unter den klimatischen Verhältnissen, unerträglicher Hitze sowie Hunger und Durst leiden würden. Die viel zu selten stattfindenden Kontrollen auf den Straßen hätten eine Beanstandungsquote von bis zu 75 Prozent ergeben.

Grausame "Blackbox"

Seine Partei erhebe die Forderung, Ausfuhren aus der EU grundsätzlich zu beenden, so Ostendorff. Für Transporte innerhalb Deutschlands solle die Dauer auf maximal vier, für internationale Transporte auf maximal acht Stunden begrenzt werden. Schon innerhalb der EU sei die Einhaltung der Transportvorschriften in den meisten Fällen nicht gewährleistet, so der Parlamentarier. Und beim Verlassen der EU seien die Transporte eine grausame "Blackbox". Daher fordere seine Partei alle anderen Fraktionen, besonders auch jene der Regierung, auf, den Antrag seiner Fraktion für ein "Moratorium für Tiertransporte in außereuropäische Länder" zu unterstützen.

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