Tiertransporte

Schleswig-Holstein findet Unterstützer


Der vom schleswig-holsteinischen Agrarminister Jan-Phillip Albrecht (Bündnis90/Die Grünen) verhängte Export-Stopp für Tiertransporte in Drittländer erhält größere Aufmerksamkeit. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" verlangt ein bundesweites Ausfuhrverbot.

"Wir hoffen, dass in Schleswig-Holstein ein Präzedenzfall mit Signalwirkung geschaffen wird", bemerkt der Landesdirektor Deutschland der Organisation Vier Pfoten, Rüdiger Jürgensen. Es sei ein mutiger und richtiger Schritt von Minister Albrecht gewesen, Tiertransporte über EU-Grenzen hinweg zu unterbinden, so seine Bewertung.

Mittlerweile würde von Gerichten geprüft, ob trotz veterinärmedizinischer Bedenken Tiere in Drittländer mit mangelhaften oder nicht vorhandenen Tierschutzstandards transportiert werden dürften. Damit würden Veterinärbehörden zum juristischen Spielball bundespolitischer Versäumnisse. Zahlreiche Veterinärbehörden würden bereits die Ausstellung von Ausfuhrdokumenten für Lebendtiertransporte in weit entfernte Zielländer verweigern, heißt es in der Mitteilung.

Die Organisation Vier Pfoten fordert von der Bundesregierung, alle Lebendtiertransporte in Drittstaaten sofort zu beenden. Bestehende Abkommen müssten aufgelöst werden. Seine Organisation bestärke Schleswig-Holstein darin, an dem Verbot festzuhalten und alle juristischen Mittel anzuwenden. Weitere Bundesländer sollten dem Beispiel folgen, so Jürgensen.

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