Tierwohl

Bundesweites Monitoring startet


Der Zustand des Tierwohls in Deutschland soll bundesweit erfasst werden. Über eine Zeitraum von drei Jahren werden Grundlagen für ein regelmäßiges und indikatorengestütztes Monitoring erarbeitet.

Das Wohl der Tiere bewegt die Fachwelt und führt immer wieder zu kontroversen Diskussionen in der Gesellschaft, bemerkt das Thünen-Institut (TI) in Braunschweig. Für den Umweltbereich würden regelmäßig konkrete Daten über Umweltwirkungen verschiedener Sektoren erfasst, publiziert und als Diskussionsgrundlage genutzt. Für den Bereich des Tierwohl gäbe es derartige Daten dagegen nicht. Dieser Mangel führe dazu, dass Diskussionen auch im politischen Raum häufig unsachlich und wenig zielgerichtet verlaufen. Angestrebt werden geeignete tier-, management- und ressourcenbezogene Indikatoren für die wichtigsten Nutztierarten. Dazu zählen Rinder, Schweine und Geflügel sowie Forellen und Karpfen aus der Aquakultur. Einbezogen werden sollen die Bereiche Haltung, Transport und Schlachtung.

Für das auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegte Projekt stellt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) rund drei Mio. € aus dem Rahmen des Bundesprogramms Nutztierhaltung zur Verfügung. An dem interdisziplinären Projekt sind Wissenschaftlerteams aus verschiedenen Forschungseinrichtungen beteiligt. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

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