Foto: jst

Das staatliche Tierwohlkennzeichen kommt voran. In Berlin tauschten sich der Deutsche Raiffeisenverband und der Verband der Fleischwirtschaft mit Julia Klöckner aus.

Im Kern ist man sich einig: Das geplante freiwillige Label soll schon in der Eingangsstufe Anforderungen oberhalb des gesetzlichen Standards stellen. "Ich bin mir mit der Fleischwirtschaft zum Tierwohlkennzeichen einig", ließ die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU), nach dem Treffen durch eine Pressemitteilung wissen. "Das war ein für alle Seiten erfreuliches und konstruktives Gespräch zum geplanten Tierwohlkennzeichen." Gemeinsam haben man mit DRV und VDF eine weitere Etappe auf dem Weg zu einem erfolgreichen gemeinsamen Tierwohlkennzeichen genommen.

"Wir sind uns einig darüber, dass die Freiwilligkeit des Kennzeichens der richtige Weg ist für die Akzeptanz bei den Landwirten und bei den Verbrauchern", freut sich Klöckner. Das schaffe Persepktiven für die Landwirte. "Wir wollen eine hohe Marktdurchdringung erreichen", unterstrich sie die Zielsetzung der geplanten neuen Kennzeichnung. Gleichzeitig lasse diese den Verbrauchern die Wahl, sich an der Ladentheke für Fleisch zu entscheiden, das nach höheren als den gesetzlichen Standards erzeugt wurde. "Der Verbraucher kann dann entscheiden, mehr für Tierwohl auszugeben."

Weiter wurde verabredet, dass die Eingangsstufe des staatlichen, freiwilligen Tierwohlkennzeichens mit höheren als den gesetzlich vorgesehenen Standards versehen wird. Ziel ist es dem BMEL zufolge, dass ab Frühjahr 2020 erste Produkte in den Märkten verfügbar sind.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats