Tierwohllabel

Handel sagt Unterstützung zu

Das staatliche Tierwohllabel muss von der gesamten Wertschöpfungskette getragen werden, betont Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Auch der Lebensmittelhandel und die Gastronomie bieten Unterstützung an.

Dies sei das Ergebnis eines von ihr einberufenen Gesprächs mit Vertretern der Branchen am Donnerstag in Berlin, teilt Klöckner mit. Teilgenommen hätten der Bundesverband des Lebensmittelhandels, des Einzelhandels sowie Gastronomierverbände.

In dem Gespräch sei deutlich geworden, dass das Tierwohlkennzeichen ein wichtiger Beitrag für mehr Tierwohl in deutschen Ställen sei, heißt es weiter. Sie begrüße es sehr, dass die Branchen ihre Unterstützung für das staatliche Tierwohllabel erneut zum Ausdruck gebracht hätten, so die Ministerin. Damit werde ein klares Signal gesetzt.

Das geplante dreistufige staatliche Tierwohlkennzeichen solle Perspektiven für die Landwirte  und Transparenz bei den Verbrauchern schaffen. Das Label soll eine hohe Marktdurchdringung erreichen, so Klöckner. Dafür sei die Mitwirkung der gesamten Wertschöpfungskette erforderlich. Dabei müsse jedem klar sein, dass es mehr Tierwohl nicht zum Nulltarif geben können, betonte sie. Denn die Leistung der Landwirte für höhere Standards müsse honoriert werden.

Die gesetzlichen Grundlagen für das Tierwohllabel sollen bis zur Mitte der Legislaturperiode in der zweiten Jahreshälfte 2019 in Kraft treten. Ab Mitte des Jahres 2020 sollen erste mit dem Kennzeichen gelabelte Produkte in den Märkten verfügbar sein.


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