Moskau diskutiert eine Öffnung für den Transit von Embargo-Gütern. Das kann für die EU, die Ukraine und die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) von Interesse sein.

Güter, die auf der russischen Embargo-Liste stehen, könnten möglichweise zumindest wieder durch das Land befördert werden. Bedingung sei die vollständige Rückverfolgbarkeit dieser Transporte, meldet der aiz Pressedienst. Auswirkungen hätte das auf die Ukraine, die EU und die EAWU-Staaten, für die allerdings noch eine einheitliche Zollordnung ausgearbeitet werden müsste. 

In Russland gilt seit 2014 ein Importverbot für bestimmte Agrar- und Ernährungsgüter aus der EU, den USA und weiteren Ländern. Anfang 2016 wurde das Embargo auf die Ukraine ausgeweitet. Die Handelseinschränkungen Moskaus gelten für die "Einfuhren auf das Territorium Russlands". Die Meinungen gehen allerdings auseinander bei der Frage, ob sich das auch auf Transitwaren erstreckt. Die Spediteure nähmen laut aiz deshalb von derartigen Beförderungen Abstand.

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